• Einführung in Nameserver
  • Arten von Nameservern
  • Wie DNS und Nameserver zusammenarbeiten
  • Nameserver überprüfen
  • Nameserver einrichten
  • Nameserver-Propagation erklärt
  • Sicherheit und Leistung verbessern
  • Fehlerbehebung bei Nameserver-Problemen
  • FAQ: Häufige Fragen zu Nameservern
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  • FAQ: Häufige Fragen zu Nameservern

Nameserver: Der komplette Leitfaden zu Einrichtung, Verwaltung und Fehlerbehebung

EMPFOHLEN 02.02.2026 13 Minuten
Christopher Owolabi
Verfasst von Christopher Owolabi
Kenneth Tan
Überprüft von Kenneth Tan
William Stupp
Bearbeitet von William Stupp
illustration_nameserver

Nameserver sind eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass Websites und E-Mail-Domains zuverlässig funktionieren. Ohne eine korrekte Nameserver-Konfiguration würden E-Mails ihr Ziel nicht erreichen, und beim Aufruf von Webseiten käme es zu Ladefehlern.

Im Grunde genommen fungieren Nameserver als Vermittler zwischen für Menschen lesbaren Domain-Namen und den numerischen IP-Adressen, die Computer verwenden, um Websites zu finden. In diesem Leitfaden erklären wir, wie dieser Prozess funktioniert und wie du Nameserver so konfigurierst, dass sie zuverlässig und effizient arbeiten.

Einführung in Nameserver

Nameserver sind eine spezielle Art von Servern, die eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von alphabetischer Domain-Registry wie www.expressvpn.com in numerische IP-Adressen spielen. Diese IP-Adressen benötigen Geräte, um sich gegenseitig zu finden und miteinander zu kommunizieren.

Ein anschaulicher Vergleich lässt sich mit GPS-Koordinaten ziehen. Diese alphanumerischen Angaben beschreiben konkrete Orte, während Menschen Orte meist über Straßenadressen benennen. Gibt man eine Adresse in ein Navigationssystem ein, wird sie im Hintergrund in GPS-Koordinaten umgewandelt, um eine Route zu berechnen. Dieser Vorgang wird als Geokodierung bezeichnet. Nameserver übernehmen eine vergleichbare Aufgabe, wenn es um den Zugriff auf Websites und E-Mail-Dienste geht.

Nameserver sind Teil des Domain Name System (DNS). Dabei handelt es sich um eine weltweit verteilte Datenbank, die Informationen über Domains und die zugehörigen IP-Adressen enthält. Innerhalb dieses Systems speichern und verwalten Nameserver die DNS-Einträge für eine bestimmte Domain. Eine Domain ist dabei schlicht die Adresse einer Website, zum Beispiel www.example.com. Sie ist nicht mit der Website selbst gleichzusetzen, die aus den eigentlichen Webseiten unter dieser Adresse besteht.

Arten von Nameservern

Es gibt verschiedene Typen von Nameservern. Sie werden in der Regel nach ihrer Funktion und ihrer Position innerhalb der DNS-Hierarchie unterschieden.

Root-Nameserver

Root-Nameserver befinden sich an der Spitze der DNS-Hierarchie. Sie speichern keine konkreten Informationen zu einzelnen Domains. Stattdessen leiten sie Anfragen an die zuständigen Nameserver für Top-Level-Domains weiter, etwa für .com, .org oder .net.

TLD-Nameserver

Nameserver für Top-Level-Domains verwalten Informationen für alle Domains mit derselben Endung. Ein TLD-Nameserver für .com weiß zum Beispiel, wo sich die autoritativen Nameserver aller .com-Domains befinden. Trifft eine Anfrage dort ein, wird sie an den autoritativen Nameserver der gesuchten Domain weitergeleitet.

Autoritativer Nameserver

Autoritative Nameserver enthalten die eigentlichen DNS-Einträge einer Domain. Dazu gehören unter anderem die IP-Adresse als A-Eintrag, der Mailserver als MX-Eintrag sowie weitere Konfigurationen. Erreicht eine DNS-Anfrage einen autoritativen Nameserver, liefert dieser die endgültige Antwort und schließt damit die Namensauflösung ab.

Primäre und sekundäre Nameserver

Primäre und sekundäre Nameserver sind spezielle Rollen innerhalb der autoritativen Nameserver. Der primäre Nameserver kann bearbeitet werden, während sekundäre Nameserver schreibgeschützte Kopien darstellen. In den meisten Konfigurationen nutzt eine Domain einen primären Nameserver und mehrere sekundäre Nameserver, um die Ausfallsicherheit des DNS zu erhöhen.

Sekundäre Nameserver erhalten ihre Daten vom primären Nameserver über einen sogenannten Zonentransfer. Dadurch dienen sie als Absicherung für den primären Server und können bei hohem Anfrageaufkommen unterstützen, sodass dieser nicht überlastet wird.

Primärer Nameserver Sekundärer Nameserver
Gespeicherte Daten Originaldaten Kopie der Daten
Schreibzugriff Ja Nein (nur lesen)
Für DNS-Anfragen erforderlich Ja Nein
Aktualisierung Änderungen an lokalen Dateien Zonentransfer vom primären Nameserver
Gleichzeitiger Einsatz Einer Mehrere möglich

DNS-Resolver vs. Nameserver

Auch wenn er selbst kein Nameserver ist, spielt der DNS-Resolver eine zentrale Rolle dabei, wie Domain-Namen in IP-Adressen übersetzt werden.

Der DNS-Resolver (auch „rekursiver Resolver") ist die Vermittlungsstelle zwischen deinem Gerät und dem DNS-System. Wenn du einen Domain-Namen in die Adresszeile deines Browsers eingibst, empfängt der Resolver diese Anfrage und übernimmt die Aufgabe, die passende IP-Adresse zu finden. Dazu kontaktiert er nacheinander mehrere Nameserver, beginnend mit dem Root-Nameserver, anschließend dem TLD-Nameserver und schließlich dem autoritativen Nameserver, sofern die Antwort nicht bereits im Cache gespeichert ist.

Nameserver selbst bilden das Fundament der DNS-Infrastruktur. Sie speichern die eigentlichen Informationen und stellen sie bereit, die für die Auflösung einer Domain erforderlich sind.

Kurz gesagt übernimmt der Resolver die Abfrage, während die Nameserver die Daten liefern, mit denen die Anfrage aufgelöst wird.

Wie DNS und Nameserver zusammenarbeiten

Angenommen, du möchtest die Website www.example.com aufrufen und gibst die Adresse in die Browserleiste ein. Danach läuft folgender Ablauf ab:

  1. Browser stellt die Anfrage: Dein Browser sendet eine DNS-Anfrage an einen DNS-Resolver.
  2. Resolver kontaktiert den Root-Nameserver: Der Resolver fragt beim Root-Nameserver nach, wo sich der zuständige TLD-Nameserver befindet, etwa für .com oder .org, und erhält eine Antwort.
  3. Resolver kontaktiert den TLD-Nameserver: Der TLD-Nameserver teilt dem Resolver mit, welcher autoritative Nameserver die Einträge für die gesuchte Domain verwaltet.
  4. Resolver kontaktiert den autoritativen Nameserver: Der Resolver fragt dort die IP-Adresse der Domain ab und erhält die entsprechende Antwort.
  5. Antwort an den Browser: Der Resolver gibt die IP-Adresse an den Browser weiter.
  6. Abruf der Inhalte: Sobald der Browser eine Verbindung zur IP-Adresse aufgebaut hat, sendet der Webserver die angeforderte Seite zur Anzeige zurück.

A diagram showing how nameservers translate domain names into IP addresses and deliver content to users.

Wenn dein Browser keinen der für eine Website konfigurierten Nameserver erreichen kann, kann eine Fehlermeldung erscheinen. Das kann auch passieren, wenn ein Nameserver sehr langsam reagiert oder keine IP-Adresse für die angeforderte Website findet.

Nameserver überprüfen

Wenn du eine Domain verwaltest oder einfach neugierig bist, möchtest du gelegentlich den Status eines Nameservers prüfen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

WHOIS-Abfragen

WHOIS ist ein allgemeiner Befehl zur Abfrage von Domain-Registrierungsdaten. Er liefert keine technischen Details zur Nameserver-Konfiguration, kann aber Informationen zu Eigentümern und Registrierungsdaten anzeigen. Es gibt viele Dienste, die WHOIS-Abfragen ermöglichen, darunter auch ein Angebot von Google.

  1. Suche nach einem Online-WHOIS-Dienst wie whois.com.
    The WHOIS domain lookup homepage.
  2. Gib den Domain-Namen ein, den du überprüfen möchtest, und starte die Suche.
  3. Suche im Ergebnis nach dem Abschnitt zu den Nameservern, um die relevanten Informationen zu finden.
    WHOIS domain information with nameservers highlighted.

Dashboard deines Hosting-Anbieters

Wenn du eine Domain besitzt oder verwaltest, kannst du den Status deiner Nameserver auch über das Dashboard deines Hosting-Anbieters prüfen. Dort findest du oft zusätzliche Informationen, die über öffentliche Tools nicht verfügbar sind.

Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Anbieter. Melde dich in deinem Kundenkonto an und suche nach dem Verwaltungsbereich für Domains oder prüfe die Dokumentation des Dienstes für konkrete Anleitungen.

Methoden über die Kommandozeile

Du kannst Nameserver einer Domain auch direkt über das Terminal auf Windows-, macOS- oder Linux-Geräten abfragen.

Kommandozeilen-Methode für Windows

  1. Öffne die Windows-Eingabeaufforderung. Du findest sie, indem du in der Taskleiste nach CMD suchst.
  2. Gib folgenden Befehl ein: nslookup -type=ns [yourdomain].tld (zum Beispiel nslookup -type=ns example.com).
    A Windows command prompt terminal showing the command to check a domain's nameservers.
  3. Drücke die Enter (Eingabetaste), um den Befehl auszuführen. Anschließend werden Informationen zu den Nameservern der Website angezeigt.
    A Windows command prompt terminal response showing the nameservers for a specified domain.

Kommandozeilen-Methode für macOS und Linux

  1. Starte das Terminal auf deinem macOS- oder Linux-Gerät.
  2. Gib folgenden Befehl ein: dig +short ns [yourdomain].tld (zum Beispiel dig +short ns example.com).
    A macOS terminal page showing the input for pulling information a domain's nameservers.
  3. Drücke die Enter (Eingabe)- oder Return-Taste, um den Befehl auszuführen. Du erhältst eine Liste der Nameserver, die der angefragten Domain zugeordnet sind.
     A macOS terminal response showing nameservers associated with a specified domain.

Online-DNS-Tools

Während WHOIS-Dienste vor allem Eigentumsinformationen anzeigen, liefern Online-DNS-Tools wie www.nslookup.io Details zu den Nameservern und Mailservern einer Domain. Sei dabei vorsichtig, denn es gibt auch gefälschte DNS-Websites, die Domains kapern, Daten abgreifen oder Nutzer betrügen wollen.

IP-Adressen von Nameservern ermitteln

Einige der oben genannten Methoden, etwa die Abfrage über die Windows-Kommandozeile, zeigen automatisch die zugehörigen IPv4- und IPv6-Adressen der Nameserver an. Online-Tools wie www.nslookup.io oder www.dnschecker.org stellen diese Informationen teilweise ebenfalls bereit, zeigen jedoch nicht immer beide IP-Versionen an.

Nameserver einrichten

Wenn du kürzlich eine Domain gekauft hast, wurden dir in der Regel automatisch Nameserver vom Domain-Registrar zugewiesen. Du kannst diese voreingestellten Nameserver weiterverwenden oder auf andere Nameserver wechseln.

Die richtigen Nameserver auswählen

Welche Nameserver du nutzt, hat direkten Einfluss auf die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit deiner Website. Unterschiedliche Anbieter setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Amazon Route 53 legt zum Beispiel besonderen Wert auf hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit, während Cloudflare vor allem auf Leistungsoptimierung und eine globale Serververteilung ausgerichtet ist.

Nachdem du dich für einen Nameserver-Anbieter entschieden hast, musst du deine Domain mit diesem Dienst verbinden. Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Anbieter. Nutze daher die Anleitungen deines neuen Providers oder ziehe jemanden mit administrativer Erfahrung hinzu.

Konfiguration über den Domain-Registrar

Wenn dein Domain-Registrar nicht identisch mit deinem Nameserver-Anbieter ist, musst du die Einträge entsprechend anpassen, damit der Nameserver-Wechsel korrekt übernommen wird. Andernfalls kann die betroffene Domain den zuständigen Nameserver nicht finden, der Anfragen verarbeitet, und die Website ist nicht erreichbar.

Auch hier hängt der genaue Ablauf von dem verwendeten Dienst ab. Sieh dir die Hilfeseiten deines Domain-Registrars an, wende dich an den Kundensupport oder hole dir technische Unterstützung, um die Einrichtung abzuschließen.

Eigene oder private Nameserver registrieren

Statt einen externen Anbieter wie Amazon oder Cloudflare zu nutzen, richten manche Domain-Administratoren eigene Nameserver ein. Diese werden als private Nameserver bezeichnet.

Private Nameserver können mehr Kontrolle, Datenschutz und Flexibilität bieten. Sie eignen sich auch für Branding-Zwecke, etwa wenn du selbst Domain-Registrierungsdienste weiterverkaufst. In diesem Fall ist für Außenstehende erkennbar, dass die DNS-Infrastruktur direkt mit der Marke verknüpft ist. Das zeigt eine stärkere vertikale Integration und kann Vertrauen schaffen.

Der Nachteil ist der höhere Aufwand. Private Nameserver erfordern technisches Fachwissen für Einrichtung und Betrieb. Zudem müssen Verfügbarkeit, Überwachung und Wartung dauerhaft sichergestellt werden. In der Praxis ist das meist kostenintensiver als die Auslagerung an einen spezialisierten Anbieter.

Nameserver-Propagation erklärt

Die Nameserver-Propagation ist ein Teil der DNS-Propagation und beschreibt den Zeitraum, bis Änderungen an einer Domain, etwa beim Hosting-Anbieter oder der IP-Adresse, im gesamten Internet übernommen wurden. Solange die Propagation noch nicht abgeschlossen ist, sehen manche Nutzer weiterhin alte Inhalte oder werden noch auf den bisherigen Server weitergeleitet, obwohl die Einstellungen bereits geändert wurden.

Wie lange dauern Änderungen?

Nameserver-Änderungen können teilweise sehr schnell greifen, viele DNS-Anbieter empfehlen jedoch, mit einer Wartezeit von 24 bis 72 Stunden zu rechnen. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Effizienz des Domain-Registrars: Änderungen an Nameservern müssen auf Ebene der Top-Level-Domain aktualisiert werden, die vom jeweiligen Domain-Registry verwaltet wird. Wie schnell das geschieht, hängt davon ab, wie zügig der Registrar die neuen Informationen einpflegt.
  • Time-to-Live-Werte (TTL): Der TTL-Wert legt fest, wie lange DNS-Informationen zwischengespeichert werden, bevor sie automatisch erneuert werden. Hohe TTL-Werte führen dazu, dass Nameserver-Daten länger gecacht bleiben, bevor die neue Konfiguration übernommen wird.
  • Internetdienstanbieter (ISP): Einige ISPs halten sich nicht strikt an die angegebenen TTL-Werte und speichern Nameserver-Informationen länger. Das reduziert zwar die Anzahl wiederholter Anfragen, verzögert aber die Umstellung auf neue Nameserver, bis der Cache abläuft.

Fortschritt der Propagation überwachen

Du kannst die Nameserver deiner Domain mit Online-DNS-Tools prüfen, um zu sehen, ob sich die Änderungen bereits im Internet verbreitet haben. Es ist sinnvoll, mehrere Dienste zu nutzen, da unterschiedliche Anbieter ihre Daten in verschiedenen Intervallen aktualisieren.

Sicherheit und Leistung verbessern

Ungesicherte Nameserver können von Angreifern übernommen werden, um Besucher einer Website auf Phishing-Seiten umzuleiten oder sensible E-Mails umzurouten.

Neben der Sicherheit ist auch die Leistung ein entscheidender Faktor bei der Nameserver-Konfiguration. Ohne eine passende Einrichtung riskieren Administratoren Domains, die anfällig für Angriffe sind und langsam laden.

Aus Gründen der Sicherheit und Performance ist es daher wichtig, Maßnahmen wie DNSSEC, DDoS-Schutz und weitere Schutzmechanismen einzusetzen.

DNSSEC-Schutz

DNS Security Extensions, kurz DNSSEC, nutzen kryptografische Verfahren, um DNS-Anfragen und Antworten zu authentifizieren. Wird DNSSEC auf Nameservern eingesetzt, können DNSSEC-validierende rekursive Server, die meist von Internetdienstanbietern oder anderen Netzbetreibern betrieben werden, die Antworten der Nameserver im Namen ihrer Nutzer überprüfen.

Für Endnutzer bedeutet das, dass sie erkennen können, ob eine Antwort von deinen Nameservern echt oder manipuliert ist. Ist eine Antwort nicht vertrauenswürdig, wird der Zugriff blockiert und in der Regel eine Warnmeldung angezeigt.

DDoS-Schutz

Cyberkriminelle können Internetinfrastruktur ausnutzen, um eine Ziel-IP-Adresse mit einer großen Anzahl von Anfragen zu überfluten. Dadurch kann das System legitime Anfragen nicht mehr zuverlässig verarbeiten. Diese Art von Angriff wird als Distributed Denial of Service, kurz DDoS, bezeichnet und kann Websites über längere Zeit lahmlegen. Sind Nameserver betroffen, können Browser die Website nicht mehr finden.

Zum Schutz vor DDoS-Angriffen greifen Administratoren häufig auf externe Dienste zurück. Anbieter wie Cloudflare nutzen ein globales Infrastrukturnetzwerk, um die hohen Lasten abzufangen, die durch massenhafte schädliche Anfragen entstehen. Das verdeutlicht auch eine Herausforderung beim Betrieb eigener Nameserver. Dienste wie Cloudflare verteilen die Last effektiv über eine große Anzahl von Domains. Wenn du ausschließlich auf eigene Ressourcen setzt, benötigst du entsprechend viel Bandbreite, um DDoS- und andere volumenbasierte Angriffe abzuwehren. Das ist oft teuer und schwer zu skalieren.

Einige Administratoren setzen zusätzlich auf Rate Limiting, um Domains vor DNS-Amplification-Angriffen zu schützen. Dabei wird begrenzt, wie viele Anfragen Nameserver untereinander senden dürfen und wie viele Antworten innerhalb eines bestimmten Zeitraums an externe IP-Adressen ausgegeben werden. So wird verhindert, dass Angreifer Nameserver dazu missbrauchen, eine Domain oder IP-Adresse zu überlasten. Die zugrunde liegenden Prinzipien des Rate Limitings helfen auch gegen andere Angriffsarten, die auf Überflutung setzen.

Tipps für die Leistung bei der DNS-Einrichtung

Eine optimale Domain-Performance setzt voraus, dass Nameserver auch bei hoher Last schnell reagieren. Das lässt sich mit mehreren Strategien erreichen:

  • Überdimensionierung von Nameservern: Nameserver sollten mit mehr Bandbreite ausgestattet sein, als für den Normalbetrieb nötig ist, um sowohl legitime als auch bösartige Anfragen verarbeiten zu können. Aus Kostengründen ist das nur begrenzt möglich, bleibt aber ein wichtiger Faktor.
  • Sicherheitsmaßnahmen umsetzen: Schutzmechanismen wie DNSSEC sorgen dafür, dass mehr Ressourcen für legitime Nutzer zur Verfügung stehen. Das ist effizienter, als Serverleistung ausschließlich für die Abwehr von Angriffen aufzuwenden.
  • Große geografische Abdeckung einrichten: Die Kombination aus Nameservern und globalen Spiegelservern in der Nähe der Nutzer verbessert die Ladezeiten deutlich. Bei einer Anfrage ermitteln die Nameserver den nächstgelegenen Server und liefern dessen IP-Adresse zurück, was zu schnelleren Seitenaufrufen führt.
  • Weitere Maßnahmen nutzen: Zusätzlich zur korrekten Nameserver-Konfiguration können auch andere Techniken wie Reverse-Proxy-Server die Performance einer Domain steigern und gleichzeitig eine zusätzliche Sicherheitsebene gegen schädliche Anfragen bieten.

Fehlerbehebung bei Nameserver-Problemen

Als Teil des übergeordneten DNS können Nameserver zu bestimmten Verbindungsproblemen beitragen. Für eine umfassendere Fehlersuche lohnt sich ein Blick in unseren speziellen DNS-Artikel. In diesem Abschnitt geht es um typische nameserverspezifische Probleme und deren Lösung.

A screenshot showing a browser throwing an error that could be related to a misconfigured nameserver.

Website lädt nicht? Häufige Ursachen

  • Probleme mit der Internetverbindung: Teste die Domain über eine andere Internetverbindung, um festzustellen, ob das Problem am Internetdienstanbieter liegt, bevor du weitere Ursachen untersuchst.
  • Domain existiert nicht oder ist falsch geschrieben: Prüfe, ob der Domain-Name korrekt eingegeben wurde, und kontrolliere mit öffentlich verfügbaren Tools, ob die Domain aktiv ist. Erscheint ein NXDOMAIN-Fehler, bedeutet das, dass unter der eingegebenen Domain keine Website existiert.
  • Fehlerhafte lokale DNS-Einstellungen: Stelle sicher, dass die Endgeräte, etwa Computer oder Router, korrekt konfigurierte DNS-Einstellungen verwenden. Falsche lokale DNS-Werte können verhindern, dass der Browser Nameserver korrekt erreicht, was zu Verbindungsfehlern führt.
  • Cache-Probleme: Nutze die Kommandozeilen-Tools deines Betriebssystems, um den systemweiten DNS-Resolver-Cache zu leeren und aktuelle Informationen neu abzurufen. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, auch den Browser-Cache zu löschen, um eventuell gespeicherte DNS-Einträge zu entfernen.

Verzögerungen bei der Propagation analysieren

Wenn du länger als 72 Stunden gewartet hast und deine neuen Nameserver noch nicht aktiv sind, solltest du dich an deinen Domain-Registrar wenden. Besteht das Problem weiterhin, kann es sinnvoll sein, einen DNS-Spezialisten hinzuzuziehen, insbesondere wenn du eine eigene oder unabhängige Konfiguration nutzt und nicht auf den Support eines Anbieters zurückgreifen kannst.

Fehler bei Registrar- oder DNS-Konfigurationen beheben

Nameserver können fehlerhaft arbeiten, wenn sie vom Registrar oder vom Anbieter benutzerdefinierter Nameserver nicht korrekt eingerichtet wurden. Ein Beispiel dafür ist die Aktivierung von DNSSEC beim Domain-Registrar, während gleichzeitig die Nameserver von Akamai verwendet werden. Das kann dazu führen, dass die Namensauflösung fehlschlägt.

Cloudflare hingegen unterstützt DNSSEC. In diesem Fall musst du DNSSEC beim Domain-Registrar deaktivieren, wenn du deine Nameserver auf Cloudflare umstellst. Sobald die Nameserver-Änderung vollständig propagiert ist, kannst du DNSSEC wieder aktivieren.

FAQ: Häufige Fragen zu Nameservern

Kann ich einen eigenen Nameserver einrichten?

Ja, du kannst private Nameserver für deine Domains konfigurieren. Dieser Ansatz bietet mehr Kontrolle über Branding, Richtlinien, Datenschutzeinstellungen und Sicherheit.

Beeinflussen Nameserver die Geschwindigkeit einer Website?

Ja, Nameserver haben Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit einer Website, da sie bestimmen, wie schnell angeforderte Daten an Endgeräte zurückgegeben werden. Deshalb sollten Nameserver mit mehr Ressourcen ausgestattet sein, als im Normalbetrieb nötig wäre. So können sie sowohl viele legitime Anfragen als auch Angriffsversuche bewältigen. Idealerweise befinden sich Nameserver zudem geografisch nah an den Nutzern, um die Reaktionszeiten zu verkürzen.

Was passiert, wenn ich den falschen Nameserver verwende?

Die Verwendung eines falschen Nameservers kann dazu führen, dass Geräte deine Domain nicht finden. In diesem Fall ist die Website nicht erreichbar. Web-Clients wie Browser können den Domain-Namen nicht korrekt auflösen, da sie beim Versuch, die IP-Adresse der Website zu ermitteln, den falschen Nameserver abfragen.

Lohnen sich benutzerdefinierte Nameserver?

Benutzerdefinierte Nameserver, ob privat betrieben oder von einem DNS-Anbieter bereitgestellt, können sich lohnen, wenn du höhere Geschwindigkeiten, bessere Verfügbarkeit, mehr Sicherheit etwa gegen DDoS-Angriffe und eine bessere Skalierbarkeit benötigst. Ob sich der Aufwand lohnt, hängt von deinen konkreten Anforderungen und davon ab, ob du eigene Nameserver betreibst oder einen verwalteten DNS-Dienst mit erweiterten Funktionen nutzt.

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Christopher Owolabi

Christopher Owolabi

Owolabi Christopher is a tech writer at ExpressVPN with over seven years of experience covering cybersecurity topics like VPNs, password managers, and antivirus software. With a background in engineering, he brings a deep understanding of technology to every piece. His hands-on approach to testing software ensures reliable, practical insights for readers. Outside of writing, Christopher enjoys watching Formula 1 races and is always eager to learn something new.

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